Yoga ist …

 

… für mich ein Weg der Wandlung, der Entfaltung und der inneren Freiheit.

 

In den alten Schriften wird Yoga als jener innere Zustand beschrieben, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen. Dann stellt sich Frieden ein und wir schließen uns an unsere Innere Quelle an.

 

Der Begriff „Yoga“ wird mit „Anbinden“ und „Einheit“ übersetzt. Wir kommen wieder in Kontakt mit uns Selbst, einer Seinsebene, die tief in uns verborgen liegt. Der Begriff Yoga meint Weg und Ziel zugleich. So ist Yoga auch ein Übungsweg der Selbstbemeisterung, der auf jahrtausendealtem Erfahrungswissen beruht.

 

Dem Yoga-Übenden bietet dieses System verschiedene Wege und Techniken an:

 

  • Yoga der Weisheit – Jnana-Yoga
  • Yoga der Meditation – Raja-Yoga
  • Yoga der Liebe – Bhakti-Yoga
  • Yoga des Handelns – Karma-Yoga

 

Auf all diesen Wegen spielt Achtsamkeit im Denken und Handeln eine zentrale Rolle. „Achtsamkeit ist die Spur ins wahre Leben.“ Willigis Jäger.

 

Hatha Yoga lässt sich dem Raja Yoga zuordnen und ist eine Methode um über den Körper zu sich selbst zu kommen.

 

Das Hatha Yoga Übungssystem umfasst eine Fülle von Körperhaltungen (Asanas) sowie
Atem- (Pranajama) und Entspannungstechniken. Durch das regelmäßige Üben von Hatha Yoga können wir in einen Zustand der Gelöstheit und des inneren Frieden gelangen.

 

Asana-Arbeit besteht darin, die Hindernisse wegzuräumen, die dem Kreislauf unserer Lebensenergie im Wege stehen. Dazu bringen wir den Körper in verschieden Körperpositionen: Standhaltungen, Positionen in der Rücken- und Bauchlage, Umkehrhaltungen und Sitzpositionen. Dadurch entstehen Wirkungen, die unsere Lebensenergie (Prana) anregen, beruhigen oder ausgleichen.

 

Ziel in einer Yogahaltung ist es, die Körperstellung, den Atem und das Bewusstsein harmonisch miteinander zu verbinden, dann gelangen wir zu einer Einheit, die eben Yoga bedeutet.

 

 

 

Verschiedene Traditionslinien im Hatha Yoga

 

Iyengar Yoga – wurde von B.K.S. Iyengar als körperorientierter Yogastil entwickelt, bei dem die exakte Ausführung der Übungen im Vordergrund steht. Es kommen Yogahilfsmittel wie Klötze, Decken, Gurte zum Einsatz, um die Ausführung von Asanas auch für Anfänger und Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu ermöglichen.

 

Sivananda Yoga – wurde von Swami Sivananda gegründet. Es handelt sich um einen klassischen Yoga-Stil, wobei Philosophie, Meditation und Ernährungslehre einfließen.

 

Viniyoga – wurde von Sri Krishnamacharya und seinem Sohn T.K.V. Desikachar gegründet. Bei diesem Stil werden klassische Asanas zu sanften und fließenden Bewegungsabfolgen zusammengestellt. Die Asanas werden auf die Bedürfnisse des Übenden ausgerichtet.

 

Kriya Yoga – bekannteste Vertreter dieses Stils war Paramahansa Yogananda. Dieser Yoga Stil umfasst Körper- und Atemübungen und in besonderer Weise Meditation und geistige Schulung.

 

Ashtanga Yoga – wurde von Pattabhi Jois in der Tradition von Sri Krishnamacharya gegründet. Dieser Übungsstil zeichnet sich aus durch einen sehr kraftvollen und körperorientierten Übungsstil, bei dem die die Übungsreihen in einer festgelegten Reihenfolge dynamisch geübt werden.

 

Yoga der Energie – wurde von Lucien Ferrer und Roger Clerc gegründet. Es handelt sich um einen klassischen Hatha Yoga Stil bei dem die Erfahrung der Lebensenergie (Prana) im Mittelpunkt steht.

 

Kundalini Yoga – wurde von Yogi Bhajan gegründet. Die Übungsreihen sind eine Kombination aus dynamischen Körperübungen, bewusster Atmung, geistiger Ausrichtung und
Mantra-Meditation.
Kundalini-Yoga ist oft sehr dynamisch, um unsere Lebensenergie (Prana) zu wecken.

 

Integraler Yoga – wurde vom indischen Yogi, Philosoph und Dichter Sri Aurobindo entwickelt. Es handelt sich um einen geistigen Weg, der bestimmt ist durch Selbsterfahrung, Meditation und Hingabe.

 

 

 

Die präventive Wirkung von Yoga

 

Aufgrund seiner Wirkungen auf der körperlichen, emotionalen und geistig-spirituellen Ebene kann Yoga unterschiedlichen Beschwerden vorbeugen und als Präventionsangebot eingesetzt werden.

 

Unter anderem für folgende positiven Wirkungen von Yoga gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse:

 

  • Verlangsamung der Herzsequenz im Ruhezustand
  • Normalisierung des Blutdrucks
  • Vertiefung und Verlangsamung der Atmung
  • Abbau von Stresshormonen
  • gezielterer und effizienterer Einsatz der Muskulatur

 

Yoga fördert die Entspannung und wirkt regulierend in akuten Stresssituationen. Daher ist Yoga von den Krankenkassen als verhaltensbezogene primärpräventive Maßnahme zur Förderung von Stressbewältigungskompetenzen anerkannt.

 

Die präventive Wirkung von Yoga beschränkt sich aber nicht nur auf Stressabbau. Yoga wirkt auch kräftigend auf die Muskulatur. Dabei werden nicht nur einzelne Muskeln, sondern Muskelgruppen angesprochen, so dass das Zusammenspiel der Muskeln gefördert wird. Durch die achtsame Körperarbeit werden Bewegungsmuster bewusst gemacht und neue Bewegungsmuster erlernt. Kraft und Beweglichkeit des gesamten Bewegungsapparats werden verbessert.

 

 

Entnommen BDY Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. 
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